Offene Kinder- & Jugendarbeit

Mit dem Begriff der offenen Kinder- und Jugendarbeit wird im Allgemeinen die Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen außerhalb der Familie, Schule und Berufsausbildung assoziiert. Sie steht ergänzend zu den vorhandenen Angeboten der Vereine und Verbände und ist folglich um die Zielgruppe bemüht, die dieses Angebot nicht oder nur teilweise wahrnehmen kann bzw. will.

Die offene Kinder- und Jugendkulturarbeit der MÜHLE stellt einen Ort der sozialen, politischen und kulturellen Bildung, ein freizeitorientiertes Sozialisationsfeld dar, der zugleich Räume bietet für Begegnung und Geselligkeit, zur Entfaltung und zur Partizipation. So finden neben den klassischen Treff- und Öffnungszeiten diverse jugendspezifische  Freizeitaktivitäten statt; ferner gliedert sich die offene Kinder- und Jugendarbeit in folgende Teilbereiche:

Offener Bereich

Der „offene Bereich“ erfüllt in erster Linie die Funktion eines selbstbestimmten Treffpunktes, dessen Zugang niederschwellig ist, so dass allen Kindern und Jugendlichen der Besuch ermöglicht wird. Hier können die Besucher sich mit anderen Kindern und Jugendlichen der Gemeinde Leingarten ganz unverbindlich treffen, „relaxen“, Dart / Billard / Tischkicker / Tischtennis oder Gesellschaftsspiele spielen bzw. sich über laufende Aktivitäten informieren.

Zentrale Anlaufstelle stellt hierbei die Theke dar, die von Besuchern ehrenamtlich geführt und von Mitarbeitern unterstützt und den Verkauf von Getränken, kleinen Snacks, sowie den Verleih der Spielgeräte einschließt. Die Mitarbeiter verstehen sich im offenen Bereich als Ansprechpartner, die durch ihre Anwesenheit signalisieren, dass sie im Bedarfsfalle für ein Gespräch oder eine gemeinsame Aktion zur Verfügung stehen, aber auch bei Schwierigkeit einschreiten, um die Einhaltung der Hausordnung (keine Gewalt, kein Tabak- oder Alkoholkonsum) zu gewährleisten.

Dieser Mittelweg zwischen eigenverantwortlicher Nutzung und kritischer Beobachtung bietet den Jugendlichen ein soziales Lernfeld, in dem sie sich eigenen Grenzen setzen, sowie Verantwortung für sich und das eigene Handeln übernehmen müssen.

Angebote

Neben der offenen Arbeit bietet das MÜHLE Familienzentrum diverse Freizeit- und Gruppenangebote an. Alle Aktivitäten sind ohne Vorbedingungen für Jugendliche zugänglich; die Angebote sind freiwillig und interessenorientiert ausgerichtet, indem sie direkte und indirekte Anregungen von Jugendlichen aufgreifen.

Im Idealfall werden die Besucher an der Planung dieser Projekte gemäß ihrem Entwicklungsstand beteiligt bzw. organisieren diese sogar eigenständig.

Alle geplanten Aktivitätsvorschläge werden durch Plakate oder öffentliche Ausschreibungen bekannt gegeben, so dass auch Jugendliche erreicht werden können, die nicht an der Organisation beteiligt waren bzw. nur sporadisch in der MÜHLE vorbeischauen.

Es wird unterschieden in offene Angebote, die spontan und situativ am augenblicklichen Bedarf der Anwesenden orientiert stattfinden.
Diese Angebote sind wöchentlich unserem aktuellen Monatsflyer zu entnehmen.
Neben diesen Angeboten finden immer wieder Projekte statt, die meist längerfristig und gemeinsam mit externen Fachleuten durchgeführt werden.

Das Ziel der Angebote ist es eine Vielfalt zu schaffen, die die Bedürfnisse aller Kinder und Jugendlichen in Leingarten befriedigt. Wichtig hierbei ist eine gute, sinnvolle und pädagogisch wertvolle Mischung der Angebotsformen.

Nische/ Jugendsozialarbeit

Das MÜHLE Familienzentrum bietet neben den freizeitpädagogischen Angeboten und jugendkulturellen Veranstaltungen einen „geschützten Raum“ in dem Jugendliche Zeit und Raum finden Probleme zu bearbeiten und Themen unter vier Augen zu besprechen. Ziel der „Nische“ ist es den Jugendlichen immer ein vertrauensvoller Ansprechpartner zu sein, Hilfe zu vermitteln und sie in ihren verschiedenen Lebenslagen und bei der Bewältigung ihrer Probleme zu begleiten und zu unterstützen. Hierbei handelt es sich um Einzelfallarbeit, in der die jeweilige individuelle Situation der Jugendlichen angesprochen wird und gemeinsam auf der Grundlage ihrer stärken und Ressourcen eine Lösungsmöglichkeit erarbeitet wird oder an entsprechende Stellen (z.B. Beratungsstellen) oder anderen Fachkräften vermittelt wird.
Ansprechpartner ist die jeweilige Sozialpädagogin, die an diesen Tagen zeitlich so flexibel ist, um spontan und bedarfsgerecht auf die Anliegen und Bedürfnisse einzugehen.